Mülldeponie Flussufer

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Aktivisten der Greenpeace Gruppe Kronach beteiligten sich an der bundesweiten Aktion #wellemachen zum Schutz der Meere.

Gemeinsam wurde an zwei Nachmittagen Müll an den Ufern der Rodach, Kronach und Hasslach rund um die Stadt Kronach gesammelt. Das Entsetzten über das Ausmaß der Müllverschmutzung an dieses Flüssen war groß. Plastiktüten, Lebensmittelverpackungen, Glasflaschen, Elektronikschrott, Feuerwehrschlauch, Bürostuhl, Hosen, Schuhe und vieles mehr entdeckten die Greenpeace Aktivisten. Zwei Bigpacks waren in wenigen Stunden gefüllt.

Am 19.3. wurde der Müll auf dem Marienplatz in Kronach präsentiert. Viele Bürger konnten es kaum glauben, dass dieser Müll von den Ufern der drei Flüsse stammt, welche durch die Stadt Kronach fließen.

Die Greenpeace Aktivisten informierten die Bürger vor allem über die Problematik rund um den Plastikmüll.

Egal ob an der Ostsee oder in den Alpen: Plastik gelangt oft über die Flüsse ins Meer. Dort verrottet es nicht, sondern belastet für mehrere hundert, wenn nicht tausende Jahre die Ökosysteme.

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen jedes Jahr weltweit alleine von Land aus ins Meer. Dort werden Plastikteile zur tödlichen Falle für viele Meereslebewesen wie Seevögel, Schildkröten oder Delfine: Diese verheddern sich darin und ertrinken – oder verwechseln sie mit Nahrung. Auch im Magen eines der kürzlich an der Nordseeküste gestrandeten Pottwale fanden Wissenschaftler ein Fischernetz. Plastik macht mittlerweile über die Hälfte des Mülls an den Stränden der Nord- und Ostsee aus.

Der Wellengang und die UV-Strahlung zerkleinern den schwimmenden Plastikmüll in mikroskopisch kleine Teilchen – sogenanntes Mikroplastik. Doch auch in Kosmetika steckt Mikroplastik in Form von winzigen Perlen oder Granulaten. Zu klein, um aus unseren Abwässern gefiltert zu werden, gelangen diese über die Flüsse ins Meer. Dort sammeln sich an den Partikeln Umweltschadstoffe, teils in hoher Konzentration. Forscher haben längst Mikroplastik in Plankton, Muscheln und Garnelen nachgewiesen – auch in Nordseefischen wie Makrele, Hering oder Flunder. So landen giftige Plastikabfälle über die Nahrungskette unter Umständen wieder auf unserem Teller.